![]() |
|---|
Der Eiffelturm ist sicher der bekannteste Aussichtspunkt für alle, die Paris auch einmal von oben sehen wollen. Aber es gibt auch andere Möglichkeiten: von Gebäuden, von Hügeln oder aus der Luft!
Bei den Telephonnummern handelt es sich um die französischen Inlandsnummern. Wenn sie vom Ausland aus anrufen, ersetzen sie einfach die erste "0" durch die Landesvorwahl (von Deutschland, Österreich und der Schweiz aus die "0033"). Und gehen sie nicht davon aus, daß am anderen Ende der Leitung jemand eine andere Sprache als Französisch versteht....
Paris aus dem Ballon hat Tradition: 1783 eine Fahrt vom Château de
la Muette zur Butte aux Cailles, 1878 sind es im Ganzen 35000
Personen, die die Tuilerien von oben bewundern können und seit
Juli 1999 ist ein großer Heliumballon im Parc André-Citroën
installiert. Je nach Windstärke steigen bis zu dreißig
Passagiere in 150 Meter Höhe und haben von dort einen ganz
neuen Blick auf Paris. Den Eiffelturm sieht man einmal von der anderen
Seite und auch der Blick über die Seine und die Häuser lassen
einen die Stadt mit neuen Augen sehen. Auch ein Blick direkt nach
unten empfiehlt sich, denn die Anlage des Parkes erkennt man vom Boden
aus auch nicht so gut.
Gefahren wird jeden Tag, aber nicht bei jedem Wetter. Nur bis zu einer
bestimmten Windstärke darf der Ballon aufsteigen, was sich auch
von einer Stunde zur anderen ändern kann (ein Bummel durch den
Park mit seinen verschiedenen Gärten und Gewächshäusern
bietet sich da an). Die aktuellen Wetterbedingungen kann man auch
telefonisch erfragen, Reservierungen hingegen hingegen sind nur
für Gruppen mit mehr als zwanzig Personen möglich. Eine
Fahrt dauert inklusive Auf- und Abstieg zehn Minuten und am Wochenende
sind die Warteschlangen meist länger als unter der Woche.
Eine andere Pariser Tradition ist die Vergabe zeitlich
beschränkter Lizenzen: Der Ballon bleibt nur noch bis Ende des
Jahres 2000 im Park. Vermutlich. So ganz genau... weiß man es dann
doch nicht... Und die Konzession für den Eiffelturm erlosch
schließlich auch schon 1909.
Nachtrag: Wie vermutet: Der Ballon steigt immer noch. Seit Mai 2002
nicht mehr als "Ballon Fortis" (gesponsort von der
gleichnamigen Versicherung), sondern mit dem Eutelsat-Logo, was
für einen Ballon ja auch recht passend ist...
© 27.07.2000/ 06.06.2002
Parc André-Citroën, 2, Rue de la Montagne de
la Fage (15. Arrondissement)
Fahrtzeiten: täglich von 9.00 Uhr bis Sonnenuntergang,
bei schlechtem Wetter oder Wind können die Fahrten abgebrochen
werden
Kosten: EUR 10,00 (ermäßigt EUR 9,00 für zwölf bis
17 Jahre, EUR 5,00 für drei bis zwölf Jahre)
Gratis: Kinder unter drei
Anfahrt: RER C, Station "Boulevard Victor"
Telefon: 01.44.26.20.00, Fax: 01.45.58.19.99
Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten auf einen Blick und das auch noch
kostenlos... La Samaritaine macht's möglich: Man geht einfach in das
Hauptgebäude am Seineufer hinein und färt mit dem Aufzug
zum 9. Stock (mein persönlicher Tip wäre
allerdings bis zur fünften Etage die Treppe zu nehmen und auch
ein paar Blicke an das Jugendstilinterieur des Kaufhauses zu
"verschwenden"...), danach steigt man eine Treppe zur
Dachterrasse hoch und noch eine enge Wendeltreppe bis zur
Aussichtsterrasse. Dort empfangen einen unzählige weitere
Touristen (je nach Saison) und ein Blick über alle Pariser
Sehenswürdigkeiten: Nicht nur Eiffelturm oder Sacre-Coeur, die
ohnehin von vielen Punkten der Stadt aus gut zu erkennen sind, bieten
sich dem Auge dar. Man hat auch die Gelegenheit die Anlage anderer
großer Gebäude zu beurteilen, bei denen man sonst einfach
viel zu nah davorsteht, um die Gestalt wahrzunehmen: Von den
mittelalterlichen Bauten wie Notre-Dame oder der Conciergerie,
über Louvre und Musée d'Orsay bis hin zum modernen Centre
Pompidou. Und wer Paris noch nicht so gut kennt, dem helfen
Illustrationen auf der Brüstung. (Man muß allerdings ganz genau
davor stehen und exakt gerade entlang der Markierungslinien blicken,
sonst fällt der Blick auf etwas ganz anderes. Und einige neuere
Bauwerke sind noch nicht dabei, weil sie erst nach Erstellung des
Orientierungsplanes gebaut wurden.) Auch der Fernblick ist (je nach
Wetter...) beeindruckend: Die Achse entlang bis zum Arc de Triomphe
und darüber hinaus bis zur Grande Arche in La Defense.
Der Blick lohnt sich eigentlich für jeden Parisbesucher. Wer nur
einen Tag in der Seine-Stadt verweilt kann so praktische alle
berühmten Sehenswürdigkeiten wenigstens einmal mit eigenen Augen
sehen, wer mehr Zeit hat, dem hilft der Rundblick bei der Orientierung
in der Stadt und man kann danach auch so manche Entfernung besser
einschätzen. Der Photofreund bekommt (teleobjektivbewaffnet) auch
mal Gebäude und nicht nur andere Touristen vor die Linse und
für den Digitalphotographen ist es eine gute Gelegenheit, die
Panoramafunktion mal auszuprobieren. Und im Gegensatz zu vielen
anderen Orten, die einen Blick über Paris bieten kostet es hier
nichts und die Warteschlangen sind deutlich kürzer als etwa am
Eiffelturm oder den Türmen der Notre-Dame. Die letzte
Wendeltreppe auf die Panoramaterrasse (hier kommt es auch gelegentlich
zu "Stau", da die Treppe so schmal ist, daß nur Einbahnverkehr
möglich ist) ist allerdings sehr eng und hat
schmale Stufen. Kinderwägen oder Rollstühle dürften da
keine Chance haben und wer da hoch will sollte im Stande sein, die
Treppe ohne fremde Hilfe hinauf und wieder hinunter zu gehen. Allen
anderen bleibt aber der Blick von der Café-Terrasse, auf der sich
"während der Saison" (genauer wird es nicht spezifiziert)
ein Selbstbedienungscafé befindet. (Wobei die Qualität in
Ordnung ist und die Preise zwar "touristisch" aber noch nicht
völlig überzogen sind.) Von hier aus hat man immerhin noch
die Sicht über die Seine und den Süden von Paris. Und noch
ein Nachteil: Sonntags ist die Aussichtsetage, wie das ganze Kaufhaus,
geschlossen.
Während man im 9. Stock dann wieder auf den Aufzug wartet kann
man noch ein paar Dioramen betrachten oder Souvenirs kaufen (letzteres
eigentlich nur für den eiligen Touristen zu empfehlen, der sonst
an keinem weiteren Souvenirgeschäft vorbeikommt, denn das Angebot
ist eher klein. Selbst von den "Standardandenken" gibt es
andernorts eine größere Auswahl). (Und wer in der
Warteschlange an der Toilette die Nerven verliert: Die Kundentoilette
des Kaufhauses befindet sich in der fünften Etage, da ist
gewöhnlich deutlich weniger los...)
© 06.06.2002
Kaufhaus La Samaritaine, 19, Rue de la Monnaie
(1. Arrondissement)
Öffnungszeiten: Montag - Mittwoch, Freitag und Samstag
9.30 - 19.00; Donnerstag 9.30 - 22.00; Im Winter und bei schlechtem
Wetter ist die Aussichtsplattform geschlossen
Kosten: gratis
Anfahrt: Métro 7, Station "Pont Neuf"
Telefon: 01.40.41.20.20
| Paris -> Was unternimmt man in Paris? -> Paris von oben |
© Juli 2000 by m.nowak - letzte Aktualisierung am 06.06.2002