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Hier finden sie Bauwerke (auch Kirchen) und technische Einrichtungen der Arrondissements elf bis zwanzig und des näheren Umlandes (definiert durch die Erreichbarkeit mit RER oder Métro). Alles was noch weiter draußen liegt, finden sie unter "Umland" auf der Seite "Was unternimmt man in Paris?" Die Besichtigungsmöglichkeiten sind nach Arrondissements geordnet.
Bei den Telephonnummern handelt es sich um die französischen Inlandsnummern. Wenn sie vom Ausland aus anrufen, ersetzen sie einfach die erste "0" durch die Landesvorwahl (von Deutschland, Österreich und der Schweiz aus die "0033"). Und gehen sie nicht davon aus, daß am anderen Ende der Leitung jemand eine andere Sprache als Französisch versteht....
Aktuell finden sie hier folgende Sehenswürdigkeiten:
Direkt am Seineufer gelegen und nahe an der Stadt entwickelte sich
Bercy im 19. Jahrhundert zum "Weinkeller Europas" (oder der Welt, je
nach Quelle...). Wann der Weinhandel dort begann scheint nicht ganz
festzustehen, von "unter Ludwig XIV" ist die Rede, andere Quellen geben
1809 als erste offizielle Ansiedlung eines Weinhändlers in der
Gemeinde Bercy an. Leichter als der Zeitpunkt sind sicher die Motive
festzustellen: Die Wasserstraße sicherte den Transport, Paris
den Absatz und die Lage vor den Toren schützte erst mal vor den
städtischen Steuern. Und da die Pariser auch vor 200 Jahren schon
gerne "ins Grüne" fuhren fand man am Seineufer auch ein reges
gastronomisches Leben vor: In den Guinguettes trank man nicht nur den
Wein sondern amüsierte sich auch bei Musik und Tanz. Und die
Tatsache, daß die Pariser Ordnungsmacht vor den Toren der Stadt
nchts zu melden hatte, tat ihr Übriges, die Beliebtheit von Bercy
zu fördern...
Unter Baron Haussmann wurde diese florierende Gemeinde dann auch
nach Paris eingemeindet und die Weinlager wurden in den 80er Jahren
des 19. Jahrhunderts mit einer Mauer umgeben, um den Fluß des
Weines und der damit verbundenen Steuern auf's genaueste zu
kontrollieren. Innerhalb der Mauern wurde nicht nur gearbeitet, Wein
gelagert, in Flaschen gefüllt, (gemischt...), etikettiert und im großen
Stil gehandelt, sondern auch gegessen, getrunken, Boule
gespielt... Die Weinlager waren ein eigenes Dorf in Paris, das auch
nur Weinhändler und die dort beschäftigten überhaupt
betreten durften.
Der Weinhandel brachte auch eine eigene Architektur hervor, mit kleinen
Häuschen, den "chais". Dazwischen verliefen
gepflasterte Straßen, die "cours", denn die mit riesigen
Weintonnen beladenen Wagen die in Paris den Rebensaft an Gastwirte
weiterverkauften waren schwer. All dies ergab ein pittoreskes Bild und
eine ganz eigene Gesellschaft. Etwa ab den 1960er Jahren ging der
traditionelle Weinhandel stark zurürck, denn zum einen wurden die
Konsumenten anspruchsvoller und verlangten vermehrt "reine" Weine, keine
Mischungen aus Bordeau, Burgunder, algerischem Wein,..., zum anderen
füllten immer mehr Chateaus den Wein selbst in Flaschen, wodurch
die Tätigkeit der Weinhändler unwichtiger wurde und sich auf
den Weiterverkauf beschränkte. In den 70er Jahre des letzten
Jahrhunderts wurden die Weinlager dann endgültig aufgelöst. (Eine Seite mit stimmungsvollen Aufnahmen von
1975.)
Danach wurde leider beinahe alles niedergerissen um Platz für den
P.O.P.B. und den
Parc de Bercy zu
schaffen. Zwar wurden einige Gebäude im Park erhalten und auch
die Wege mit den alten Steinen gepflastert, aber einen Eindruck der
alten Weinlager erhält man nur noch schwer. Bercy Village
benutzt zwar eine Reihe alter chais und räumt auch alten Photos
einen gewissen Raum ein, ist aber mehr ein "Open-Air-Einkaufszentrum"
als ein geschichtsträchtiger Ort. Erst dahinter, zwischen Rue des
Pirogues de Bercy und der Avenue des Terroirs de France, vermitteln
einem einige Häuserreihen noch einen kleinen Eindruck von den
alten Weinlagern. Da sich die Gebäde allerdings offensichtlich in
Privatbesitz befinden, kann man sie nicht besichtigen, sondern nur
hier und da einen Blick über den Zaun werfen.
© 06.05.2002
Adresse: Seineufer zwischen Boulevard de Bercy und Porte de Bercy
Anfahrt: Métro 14, Station "Cour St-Emilion"
Vom Volksmund und den Bewohnern "Castel dérangé" getauft (was so viel wie "geistig verrwirrt" bedeutet), überrascht dieses ab 1895 vom späteren Architekten der Metroeingänge Hector Guimard erbaute Gebäude auch heute noch durch seine ungewöhnlichen Formen und Details: Die unsymmetrischen aber dennoch harmonischen Formen die von floralen Motiven inspiriert scheinen, die Dekore, von denen keines dem anderen gleicht... Hundertwasser hatte ganz offensichtlich einen Vorläufer. Und dabei war hier keine Residenz eines reichen Auftraggebers entstanden, sondern ein Mietshaus, das mit möglichst wenig finanziellem Einsatz gebaut werden sollte. Der Architekt löste die Aufgabe offensichtlich mit Bravour und so gewann das Castel auch den ersten Pariser Fassadenwettbewerb 1898. Sehen und bestaunen kann man leider nur das Äußere mit seinen lianengleich geschwungenen Balkongittern und den Motiven, die teilweise ein wenig an die Grimassen gotischer Wasserspeier erinnern. Nach Photos zu urteilen scheint aber das Innere nicht weniger ungewöhnlich zu sein. Das Haus wird bewohnt, daher sind Besichtigungen nicht möglich. In der Umgebung befinden sich noch weitere von Hector Guimard entworfene Gebäude.
©12.11.2001
Ort: 14, Rue La Fontaine
Anfahrt: Métro 9, Station "Jasmin"
Von Le Corbusiers ursprünglichem Plan für eine Gesamtbebauung der Sackgasse blieben am Ende leider nur zwei zusammenhängende Gebäude übrig: Die Villa Jeanneret, die er 1924 für seinen Bruder Albert Jeanneret baute und die Villa La Roche, für einen Freund und Kunstsammler. Schon von außen erkennt man viele Elemente des Le Corbusier-Stils, wie die klaren Fassaden mit ihren Fensterbändern. Die gebogene, elegante Fassade der Villa La Roche spiegelt schon gut den repräsentativeren Auftrag des Bankiers und Kunstsammlers gegenüber der geraden Front des Familienwohnhauses Villa Jeanneret wider. Heute beherbergen beide Häser die Fondation Le Corbusier, die in der Villa La Roche unter anderem immer wieder Kunstausstellungen veranstaltet. Auch eine Bibliothek ist vorhanden.
©06.11.2001
Ort: 8-10 Square du Docteur Blanche
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 10.00 - 12.30 und 13.30 -
18.00, Freitag 10.00 - 12.30 und 13.30 - 17.00
Anfahrt: Métro 9, Station "Jasmin"
Telefon: 01.42.88.41.53
Fax: 01.42.88.33.17
Ein schönes Beispiel für die Architektur des 20. Jahrhunderts und gleichzeitig in seiner zurückhaltenden, scheinbar einfachen Bauweise typisch für dieses Pariser Quartier ist die rue Mallet-Stevens. Der Architekt Robert Mallet-Stevens baute 1927 in dieser heute nach ihm benannten Sackgasse ein kleines Wohnviertel für sich und einige ebenfalls wohlhabende Freunde und Mäzene. Ein Bildhauer wollte er sein, der aus einem großen Block Häuser aus Kuben und Zylindern heraushaut. So domieren hier klare Linien und Formen, die mit ihren weißen Fassaden zudem einen interessanten Kontrast zu den Bäumen und Pflanzen darstellen. Im Haus Nummer 12 am Anfang der Straße wohnte der Architekt selber, das Haus daneben entstand als Atelier für Bildhauer. Allem Anschein nach dient Nummer 10 auch heute noch als Atelier und wurde erst kürzlich renoviert, so daß gelbe Rolläden und rote Elemente das Weiß der Fassade zusätzlich betonen.
©06.11.2001
Ort: rue Mallet-Stevens
Anfahrt: Métro 9, Station "Ranelagh", "Jasmin"
Die weißen Säulen des Palais de Tokyo strahlen im Winter bis zum anderen Seineufer (im Sommer verdecken Bäume die Sicht). Erbaut anläßlich der Weltausstellung von 1937 repräsentiert er, wie auch das Palais de Chaillot einige hundert Meter weiter, die monumentale, neo-klassische Architektur dieser Zeit. Da an dem Bau in Frankreich damals keine Faschisten beteiligt waren, hegt man hier auch keine Vorurteile gegen den Baustil, sondern kann sich getrost der Wirkung überlassen: Gerade an dieser Stelle, an der Seine, in Sichtweite zum Eiffelturm und mit den ebenfalls prachtvollen Wohnhäusern an der anderen Seite der Straße paßt sich das Palais de Tokyo harmonisch in seine Umgebung ein. Den riesige Innenhof, der von den beiden Gebäudeflügeln umschlossen wird, schmücken Statuen und Reliefs, sowie ein großer Brunnen (der anläßlich der Fête de la Musique auch schon mal abgelassen wird und dann als stimmungsvolle Bühne und Tanzfläche dient!). Die glatten Flächen sind natürlich auch ein Paradies für Skateboardfahrer... Bei schönem Wetter kann man auch im Hof einen Kaffee trinken und den Blick auf die Seine genießen, denn die Museumscafeteria steht allen offen und ist auch ohne Eintritt zu zahlen über den Patio zu erreichen. Die beiden Gebäudeflügel beherbergen heute das Musée d'Art moderne de la Ville de Paris und die Site de création contemporaine.
© 2000/ 28.04.2002
Adresse: 11-13, Avenue du Président-Wilson
Anfahrt: Métro 9, Station "Iéna"
Telefon: 01.53.67.40.00
Auf halber Höhe der Butte Montmartre, umgeben von den grauen Fassaden der Stoffgeschäfte und von Touristen kaum bemerkt steht diese ehemalige Markthalle. Erbaut 1868 von einem Schüler Baltards wirkt das Gebäude mit seinen Ziegelmauern beinahe abweisend, denn die hohen metallgerahmten Fenster nimmt man kaum mehr wahr, wenn man direkt davor steht. Doch so häufig sind Markthallen im Stile des 19. Jahrhundert in Paris ja nicht mehr, daß diese nicht einen Blick wert wäre. Die bunten Banner an den Fenstern verraten aber schon, daß diese Halle weiterhin genutzt wird: Und so kann man sie auch betreten und unter dem hohen Hallendach, um eine gußeiserne Wendeltreppe herum arrangiert einen Kaffee trinken oder einen Imbiß zu sich nehmen und an den Wänden diverse, oft eigenartige Kunstwerke bewundern. Auch eine Kunstbuchhandlung findet man hier. Das Gebäude dient nämlich als Museum für naive Kunst; Dinge, die man sonst nicht so oft in Museen findet...
©25.04.2002
Adresse: 2, rue Ronsard
Öffnungszeiten: täglich 10.00 - 18.00
Eintritt: Eintritt für Ausstellungen, Vorträge, Workshops
Anfahrt: Métro 2, Station "Anvers"
Telefon: 01.42.58.72.98
Wissenschaft und Technik erfahrbar machen wollen die verschiedenen
Ausstellungen, die sich über die fünf Stockwerke der
"cité" erstrecken. Die Explora befaßt sich mit
natur- und sozialwissenschaftlichen Themen, verschiedene Effekte werden
vorgeführt und immer wieder wird zum Mitmachen und Anfassen
animiert. Auch Zukunftsvisionen verschiedener Bereiche werden
vorgestellt. Ein Planetarium gehört dazu, genauso wie eine
ausgemusterte Mirage IV und das Jagd-U-Boot Argonaute. Ein Stockwerk
ist ausschließlich den Kindern gewidmet (Cité des enfants)
und es gibt mehrere Mediatheken mit Büchern, Zeitschriften, Videos
und Computerprogrammen für Kinder und Erwachsene, eine
"Didakthek" mit Lehrmaterialien (nicht allgemein zugänglich) und
die "Stadt der Berufe" (Cité des métiers), einem
Berufsinformationszentrum, das Jugendlichen und Erwachsenen bei
Berufswahl und Arbeitssuche Hilfestellung leistet.
Wer von den lehrreichen Abenteuern der "Cité" genug hat, kann sich
in drei Kinos die Sinne verwirren lassen: Im Geode auf einer
1000m² halbkugelförmigen Leinwand, im Simulator Cinaxe, dessen
Hydraulik es erlaubt, mehr als die Illusion einer tatsächlichen Bewegung
zu erleben und im 3-D Kino Louis Lumière. Bei schönem Wetter
bietet sich auch ein Spaziergang durch die Außenanlagen (etwa zum
Gewächshaus) an. Ansonsten ein hervorragender Ort für
mindestens einen Regentag!
Adresse: 30, avenue Corentin-Cariou
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag, von 10.00 bis 18.00,
Sonntag von 10.00 bis 19.00)
Geschlossen: Montag
Eintritt: der Eintritt in die Cité ist kostenlos, die
Ausstellungen und Kinos kosten zwischen FF 25,00 und FF 57,00, wobei
teilweise die Eintritte für mehrere Attraktionen
zusammengefaßt sind; daneben gibt es noch Jahreskarten für
Einzelpersonen und Familien, die auch die Ausleihe in den Mediatheken
einschließen
Anfahrt: Métro 7, Station "Porte de la Villette"
Telefon: 01.40.05.70.00
Hier befindet sich noch eine der Markthallen, die früher im Pariser Hallenviertel standen. Der Markt dort wurde 1969 nach Rungis verlegt und die Pavillons aus dem 19. Jahrhundert abgerissen. Nur einer wurde in Nogent sur Marne wieder aufgebaut und dient unter dem Namen Pavillon Baltard als Ort für Ausstellungen, Konzerte, Fernsehaufzeichnungen,... . Um die Halle herum hat man noch alte Straßenlaternen installiert, die den alten Pariser Markt vielleicht ein kleines bißchen vorstellbar machen. Leider bleibt einem auch da nur der Blick durchs Gitter, weil der Pavillon in der Regeln nicht zur Besichtigung offen steht.
Anfahrt: RER A, Station "Nogent-sur-Marne"
Ein typisches Beispiel für eine "neue Stadt", die in den sechziger Jahren erbaut wurde. Ein Versuch, im Westen von Paris nicht nur Wohnraum, sondern auch Arbeitsplätze zu schaffen. Das Ergebnis war eine Schlafstadt, mit Wohnhäusern im Palaststil, denen man die gute Absicht genauso deutlich anmerkt, wie der Kontrast mit der Wirklichkeit. Trotz dieser stadtplanerischen Bemühungen blieb der Westen von Paris eine relativ wenig attraktive Wohngegend für Arbeiter (die heute nicht merh aus französischen, sondern aus afrikanischen oder asiatischen Dörfern zuwandern). Beeindruckend sind aber dennoch Anlagen wie die Arènes de Picasso oder der Palacio d'Abraxas geblieben.
Anfahrt: RER A, Station "Noisy-le-Grand - Mont-d'Est"
Eine Siedlung befand sich bereits im ersten
Jahrhundert nach Christus an dieser Stelle. Den heutigen Namen
verdankt der Ort dem ersten Bischof von Paris, dem
heiligen Denis, der sich der Legende zufolge nach der Enthauptung
auf dem Montmartre seinen abgeschlagenen Kopf unter den Arm klemmte
und damit bis zu dem heutigen Saint Denis lief, wo er dann von einer
frommen Frau begraben wurde. Neben Kirche und Kloster waren für
den Ort schon früh Industrie und Handel bestimmend. Der Markt, la
Foire du Lendit, war ab 1109 für sechs Jahrhunderte einer der bekanntesten
in Europa. 1200 hölzerne Logen standen den Händlern zur
Verfügung und die Universität von Paris erwarb dort einmal
jährlich ihren Pergamentvorrat. Die industrielle Tradition setzte
sich im 19.Jahrhundert mit der Ansiedlung der Schwerindustrie fort und
zog damit auch arbeitssuchende Landbevölkerung an. Dies hat sich
bis heute nicht geändert, nur daß die Arbeitssuchenden heute
oft aus Afrika oder Asien stammen und keine Arbeit mehr finden. Die
hohe Arbeitslosigkeit, besonders unter den Jugendlichen hat leider ein
oft gewalttätiges Klima zur Folge, so daß es ganz besonders
nachts nicht empfehlenswert ist, den Vorort näher zu
erkunden. Zwar wurde mit dem Stade de France, in dem die französische
Fußballnationalmanschaft die Weltmeisterschaft 1998 gewannt, ein
weiterer Versuch unternommen, das Viertel attraktiver zu gestalten,
aber die hohe Arbeitslosigkeit konnte so natürlich auch nicht
gesenkt werden. So bleibt Saint Denis leider derzeit ein Ort, der
stellenweise und besonders nachts auch von der Polizei nicht gerne
betreten wird. Und viele Einwohner bleiben nach Einbruch der
Dunkelheit lieber in ihren Wohnungen.
Hauptanziehungspunkt für Touristen aus der ganzen Welt und aus
Frankreich selber ist die Basilika Saint Denis, die bereits seit der
Merowingerzeit Gräber beherbergt. Der Ort ist bereits
im fünften Jahrhundert ein beliebter Wallfahrtsort, die heutige
gothische Kirche wurde unter dem Abt
Suger begonnen und stellt den Prototyp eines Gotteshauses gegen
Ende des 12. Jahrhunderts dar. Zugleich war diese Bauform Vorbild
für die Kathedralen von Chartres, Meaux und Senlis. Auch einige
der prachtvollen Buntglasfenster gehen auf Entwürfen von Suger
zurück, befinden sich aber seit Mitte der neunziger Jahre zur
Restauration und sind durch originalgroße Kopien auf Folie
ersetzt, die den Gesamteindruck des Lichtes in der Basilika
erhalten. Nach relativ kurzer Zeit ließen die Bemühungen
zum Unterhalt des Gebäudes nach und es war zur Zeit der
französischen Revolution bereits recht zerfallen. Napoléon I veranlaßte die nötigsten
Erhaltungsarbeiten und dem Architekten Viollet-le-Duc ist die Erhaltung des
ursprünglichen Baustils bei der Restaurierung zu verdanken.
Bedeutungsvoll war die Basilika auch als Ruhestätte der
toten Könige, Aufbewahrungsort des Lilienbanners und der
Krone. Der erste König, der hier bestattet wurde war Dagobert und
von Hugo Capet an fanden (fast) alle
französischen Könige ihre letzte Ruhestatt hier, neben
etlichen Prinzen, Prinzessinen, Fürsten,... und einigen
verdienten Persönlichkeiten. Die ersten der charakteristischen
Grabstatuen (Gisants) wurden von Saint Louis (Ludwig dem Heiligen) in Auftrage
gegeben, der seinen Vorgägern diese Denkmäler erbauen
ließ. Mit der Zeit wandelten sich die idealisierten Darstellungen
zu lebensechten und auch die Form der Grabmäler änderte
sich in der Reanissance. 1793 zerstörten die Revolutionäre viele der
Grabmäler und warfen die Gebeine der Toten in
Massengräber. (Je nach Quelle sollen es die Überreste von
bis zu achthundert Personen gewesen sein.) Ein Teil
der Gisants und Statuen wurde durch Abtransport in ein Museum gerettet
werden. 1817 erhält die Basilika ihre Rolle als
Königsnekropole zurück und heute sind über siebzig der
Grabmälter dort zu besichtigen und geben einen Überblick
über die französische Grabbildhauerkunst vom 12. bis zum 16.
Jahrhundert.
Adresse: Basilique de Saint-Denis, 1, rue de la Légion d'honneur,
93200 Saint Denis
Öffnungszeiten (Nekropole): Montag bis Samstag 10.00 - 17.00,
Sonntag 12.00 - 17.00 (1. Oktober bis 31. März); Montag bis
Samstag: 10.00 - 19.00, Sonntag: 12.00 - 19.00 (1. April bis
30. September)
Geschlossen: 1. Januar, 1.Mai, 1. November, 25. Dezember
Eintritt: FF 32,00 (FF 21,00 für zwölf bis 25jährige;
Kinder unter 12 Jahren kostenlos)
Anfahrt: Métro 13, Station "Basilique de St-Denis"; RER D, Station
"Saint Denis"
Telefon: 01.48.09.83.55
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© Oktober 1999 by m.nowak - letzte Aktualisierung am 31.05.2002